In Musikerkreisen wird unglaublich viel Unsinn über die GEMA erzählt. Vom gewaltigen Jahresbeitrag, den man zahlen muss und der Bürokratie, mit der man rechnen muss usw. Was ist da dran?
Die GEMA ist zuständig für die Rechte der Urheber, soweit diese ihrer Mitglieder sind (die Zuständigkeiten für die angeschlossene Musikverlage lassen wir hier außen vor). Sie zieht Beiträge bei Veranstaltern, Konzerten, Gastwirtschaften, Kinos, Radio und TV (und sogar beim Verkauf von USB-Sticks!) und anderen ein und verteilt diese an die Mitglieder. Das könnte von einem einzelnen Mitglied niemals selbst geleistet werden, deshalb ist hier eine Organisation nötig. Lies bitte auch den zweiten Beitrag über die GEMA hier auf diesen Seiten.
Wer Künstler ist, der bereits veröffentlicht hat, ist es also gar keine Frage. Wer nicht GEMA-Mitglied ist, der verschenkt ganz einfach Geld.
Ob die Rockband, die eigene Songs hat, diese auch auf Veranstaltungen spielt und ganz gute Einnahmen mit dem Verkauf ihrer selbst hergestellten CD*s hat, aber noch nicht bei einem Label veröffentlicht wurde, GEMA-Mitglied werden soll (wir wissen ja: eigentlich nicht die Band, sondern die einzelnen Mitglieder, soweit sie komponieren oder texten) ist ein andere Frage. Oft macht es gar keinen Sinn, da ohne Veröffentlichung auch keine GEMA-Gebühren fließen werden.
Alles andere, was man über die GEMA hört, sollte man vergessen. Ja, sie ist hinter dem Geld her, das die gebührenpflichtigen Nutzer (Radio, TV, Veranstalter, Gerätehersteller) zu zahlen haben. Aber das ist für einen wirklich guten Zweck: Für die Ausschüttung an die Urheber.





