Zunächst: nichts unterscheidet elektronische Musik von anderer Musik, was Verträge und Mitgliedschaften in Organisationen betrifft. Das besondere dabei ist jedoch oft, dass ein Mann oder eine Frau alles macht: Komposition, Produktion, Abmischung, eventuell auch Text usw. Was kann man hier raten?
Wir sprechen zu neuen Künstlern, nicht den etablierten. Deshalb der erste Rat: Auftreten, Auflegen, Vorspielen wo immer es geht. Das dient nicht nur dem Bekannt-Werden, sondern vor allem setzt es dich einer Kritik aus, die du zuhause nicht hörst.
Wenn man von sich und seinem Können überzeugt ist, will man keine Kritik hören. Bis zu einem gewissen Maß ist das keine grundfalsche Einstellung. Aber man kann sich ja anhören, dass die Abmischung nicht gelungen ist, dass die Bass-Line zu schwach ist oder sonstwas. Man kann eigentlich nur davon profitieren.
Eine sehr gute Möglichkeit, Promotion für sich selbst zu machen und noch den Rat von anderen zu hören, ist es, die Musik in uptrax hochzuladen (ist kostenlos). Die anderen User bewerten deine Musik (und das ist manchmal schon sehr hart, da niemand so stark kritisiert wie Musiker-Kollegen). Und weiterhin: Kommt deine Musik hier an, wanderst du in den uptrax-charts nach oben. Die Wochensieger werden auf Radio sunshine live gespielt und das ist für einen Künstler ohne Vertrag und ohne Veröffentlichung schon eine tolle Sache. Übrigens "fischen" auch einige Labels in uptrax nach neuen Talenten. Genaus so wichtig ist es, deine Musik in myspace zu präsentieren.
Solange du keinen Vertrag hast, nicht oder kaum gespielt wirst, ist eine GEMA-Mitgliedschaft nicht wichtig. Wird das anders, dann wird dir dein Label schon vorschlagen, GEMA-Mitglied zu werden.
Wenn du einen Vertrag angeboten bekommst, achte nicht zu sehr auf das Geld. Viel Geld wirst du am Anfang mit einer CD sowieso nicht verdienen. Besser und wichtiger ist es, dass sich dein Label für dich einsetzt, dich vielleicht auf einer guten Kompilation unterbringt und dich promotet.





